Doch der Reihe nach.
Die letzten Wochen wurde ich von einer schrecklichen Langeweile geplagt und beschloss deshalb gaaanz spontan (ja, hier ist das noch möglich) mich ins Auto zu setzen und nach München zu fahren. Genauer in die Nähe von München und noch genauer in die Nähe von Freising, denn dort wohnt ein sehr guter Freund von mir.
Also machte ich mich an einem regnerischen Donnerstagmorgen auf den Weg in Richtung Osten. Da ich zuvor -klug wie ich bin- die Verkehrsmeldungen gehört hatte und wusste, dass zwischen Karlsruhe und Stuttgart über 20km Stau waren, beschloss ich kurzer Hand ohne Karte und im Vertrauen auf Gott durchs Höllental über den Bodensee und München zu fahren.
Dies sollte sich jedoch als ganz schön blöd herausstellen. Natürlich verpasste ich eine Ausfahrt und irrte anschließend beinahe eine Stunde durch die wunderschöne Landschaft rund um den Bodensee. Dann hatte ich endgültig die Schnauze voll, schaltete das Navi an und kam -oh Wunder- nach knapp sechs Stunden über Stuttgart und München in Freising an.
An diesem Abend war ich leider nicht mehr wirklich zu etwas zu gebrauchen und so konzentrierten wir all unsere Kräfte auf den kommenden Tag und das
OKTOBERFEST!!!
http://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberfest
Für mich persönlich begann das OF sehr verregnet. Es war kalt, stürmisch und irgendwie wollte bei mir keine Feststimmung aufkommen. Denoch ließ ich mich bereitwillig ins erste Festzelt schleifen. Zelt ist nebenbei ein ziemlich untertriebener Begriff -Tempel würde bei weitem besser passen!
Die Stimmung, die Lautstärke und die Menschenmassen, die sich in diesen Zelten drängen lassen sich nur mit einer Sache vernünftig erklären:
Bier!
Und daran gibt es keinen Mangel! Blöd für einen Menschen wie mich, der lieber Wein trinkt und außerdem als Fahrer des Abends dastand... (Wir waren zwar mit S- und U-Bahn nach München gekommen, doch auf dem Land drumrum ist man zwangsweise auf's Auto angewiesen.)
Schließlich begannen wir gegen 23.00Uhr (oder 11pm) und nach über neun Stunden feiern in einer brechend vollen U-Bahn (Nette, glaub mir, dagegen ist London nichts!) unseren Heimweg. Kurz bevor wir unser Haus erreichten ließ sich mein Freund das Bier des Tages im wahrsten Sinne nochmal durch den Kopf gehen.
Ich hingegen ging noch mit einem neuen Bekannten in eine Bar, Disko oder irgendwie sowas und war schließlich um halb fünf im Bett, um um halb sechs wieder aufzustehen und die Freundin meines Freundes an den Bahnhof zu fahren. Nein, viel geschlafen habe ich an diesem Wochenende nicht.
Am Samstag durfte ich aber ein echt tolles Abigeschenk einlösen. Michels Vater hatte mir zum bestandenen Abi erlaubt mit seiner Rennkugel zu fahren.
Abends war wieder Party angesagt. Nachdem wir bei noch einem anderen Freund (ich hab sooo viele nette Leute kennengelernt!) gegrillt hatten, besuchten wir bis vier Uhr morgens eine echte Dorfdisko (ne Dorfdisse, wie Hr. Schulz zu sagen pflegte).
Nach immerhin 4,5h Schlaf beschloss ich, dass man aufhören soll, wenn’s am Schönsten ist und setzte mich ins Auto, um –diesmal in nur 4h- nach Hause zu fahren.
Jetzt bin ich wieder am Arbeiten und träume schon von meinen nächsten Ausflügen in fremde Kulturen.
Jonathan
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