Donnerstag, 29. November 2007

Au revoir Montréal!

Auch wenn es noch zu frueh ist, verabschiede ich mich schon heute von meiner 2. Etappe, einer wunderschoenen Stadt mit netten Menschen, der (nach Paris) zweitgroessten frankophonen Stadt der Welt und einer wunderbaren Zeit voll Schnee und Kaelte oder kurz und knapp:

Au revoir Montréal et merci beaucoup!!!


In den letzten zwei Wochen habe ich wirklich sehr, sehr viel erlebt und hatte deshalb auch fast keine Zeit mal einen Eintrag zu schreiben.

Alors. Das versuche ich jetzt mal wenigstens ein bischen nachzuholen.

Seit meinem letzten Eintrag war ich sehr viel unterwegs in, um und vor allem unter Montreal Centre-Ville.
Moment mal, werdet ihr jetzt sagen... UNTER?!?
JA! Montreal besitzt naemlich das weltgroesste unterirdische Netz von Passagen, Galerien, Geschaeften, Restaurants, Banken, Kinos und weiss-Gott-was-noch-alles... Das ganze nennt sich Réso (vom franz. "résau"-Netzwerk) oder Ville Souterraine
Eigentlich koennte man dort auch ganz ohne warme Kleidung ueberwintern. Wann immer mir mal zu kalt war, zog ich mich einfach in den Untergrund zurueck und genoss einen Kaffee in DER kanadischen Kaffeekette schlechthin. Und wonach benennt man hier eine Kaffeekette? Richtig! Einem Eishockeyspieler, in diesem Fall "Tim Hortens". Die gibt es hier um einiges oefter als z.B. Starbucks und ich muss sagen, dass die Preise auch um einiges fairer sind, als bei der amerikanischen Konkurenz.

Zwischen den Kaffeepausen habe ich natuerlich auch noch die touristischen Sehenswuerdigkeiten Montréals besichtig und dabei ein wunderbares franzoesisches Wort kennengelernt: "Fermé"
Ja, der Winter ist jetzt nicht unbedingt die Reisezeit, aber muss man deshalb jedes zweite Café schliessen und Ausstellungen teilweise einmotten?

Aber gluecklicherweise gab es auch so noch genug zu sehen, nachdem ich die einstuendigen Odyseen durch Montréals Banlieus hinter mich gebracht hatte.

Hier meine Top 3 Aufenthaltsorte in Montréal:

1. Ville Souterraine
Das ganze Ding ist ja auch immerhin etwa 30 Kilometer lang und hat ueber 2000 Geschaefte... Man kann ganz ohne weiteres Tage oder Wochen darin verbringen. Warum sollte man da ueberhaupt noch ueber die Erde und in die Kaelte?
Unter anderem deshalb:

2. Vieux Montréal
Das alte Zentrum von Montréal ist wirklich sehr schoen, sehr franzoesisch und im Winter sehr leer. Trotzdem bin ich immerwieder gerne einfach durchgelaufen.

3. Mont-Royal

Vom Hausberg Montréals (daher hat die Stadt ja ueberhaupt erst den Namen) aus hat man einen super Blick ueber die gesamte Innenstadt und bei gutem Wetter ueber das halb Quebec (hier ist alles etwas flach... also die Landschaft...). Und der Berg ist ja auch beachtliche 200 Meter hoch.

Aber auch sonst hat Montréal sehr viel zu bieten.

Unter anderem habe ich...

...viele Kirchen (z.B.: La Basilique Marie-Reine-du-Monde, Oratoire Saint-Joseph, Basilique Notre-Dame)...

...das Biodôme (ehemaliges olympisches Radstadion, dass heute ein Indoor-Biotop-Zoo-Ding ist)...

...den Jardin Botanique...

...das Olympiastadion...

...Habitat 67...

...und und und...

gesehen.

Und schon ist meine Zeit hier wieder vorbei. (Warum geht die Zeit hier nur so schnell rum?!?) Morgen werde ich mit dem Zug nach Toronto fahren. Da bleib ich dann bis zum 10. Dezember. Einerseits freue ich mich schon darauf, eine weitere Stadt (mehr oder weniger) kennenzulernen, anderseits wuerde ich auch sehr gerne noch ein bischen hier bleiben und mein Schulfranzoesisch (mit dem ich erstaunlich weit komme...) trainieren. Daraus ziehe ich nur einen Schluss... Ich muss halt wieder herkommen...

In diesem Sinne:

Au revoir Montréal et à bientôt!!!

Jusqu'alros!

Jonathan

Und bevor ich das jetzt vergesse: Ich habe noch einen Tipp fuer die kalte Jahreszeit. Legt euch einen Pool zu, den ihr dauerhaft auf 28-30 Grad heizt und geniesst es, wie draussen Schnee faellt, waehrend ihr langsam gegart werdet. So uebersteht man auch den kaeltesten Winter.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hi Joni

toller Beitrag zum Klimaschutz die Sache mit dem warmen Pool ;-)

Gruß
David