Dienstag, 11. März 2008

C´ est la honte!!

Na Gott sei Dank ist mir Jonathan schon zuvorgekommen, sonst wär unser Blog jetzt schon fast 2 Monate so gut wie tot gewesen und jeder, der auf diese herrliche Seite gegangen wäre, hätte sich ein gaaaaanz schlechtes Bild von uns begabten Autoren/ Autorinnen gemacht. Er/Sie hätte nämlich geschlussfolgert(hihi, gibts das?), dass wir alle faule Säcke sind, die, obwohl sie wirklich rein gar nichts zu tun haben, es nicht für nötig halten, ihre Mitmenschen das täglich durch einen Blogeintrag wissen zu lassen.
Was ja so überhaupt gar nicht stimmt. Denn wir haben sehr wohl etwas zu tun.
Jonathan sprach es schon an und ich werde es nun noch einmal wiederholen: Wir arbeiten hart, denn Videos bei Youtube anschauen ist ganz und gar kein leichter Job. Für Laien erläutere ich unsere schwere, unterbezahlte Aufgabe hier gerne. Videos bei Youtube anschauen, auch "video aspicere" genannt, ist eine Kunst, für die es vor allem Flexibilität und Ausdauer bedarf. Unter enormem Zeitdruck (denn es ist wirklich Stress pur, alle Videos, die man ausgewählt hat, auch anzugucken) quält man sich durch die so genannte "setlist" von Filmen, die dazu noch einen IQ von mindestens 160 erforden, da die Kameraführung sehr anspruchsvoll ist und die Textunterlegung eine hohe Konzentration erfordert. Youtubing ist also nicht für jeden eine geeignete Beschäftigung und doch erklären wir uns täglich dazu bereit, diesen Knochenjob zu machen.
Ich denke, jetzt kann jeder nachvollziehen, warum wir nach diesen harten Arbeitstagen nicht auch noch den Nerv haben, unsere Erlebnisse hier mit euch zu teilen, denn ihr könntet unsere komplexen Gedanken höchstwahrscheinlich sowieso nicht nachvollziehen.

Ich bin jedoch noch nicht vollkommen zum Workaholic geworden und schaffe es prima, am Wochenende total abzuschalten- das Youtube gucken, das Kinder-Hüten und, nicht zu vergessen, das Dog-Sitting, zu dem ich immer dann verdonnert werde, wenn meine Gastmutter mal grad ein geheimnisvolles Rendez-Vous hat oder es für sie einfach zu kalt ist, um mit ihrem "chien-chien, ooooohhhh, mon bébé-chien-chien" Gassi zu gehen, wird dann einfach verdrängt.
Sei es mit Alkohol (ich bin am Freitag sogar der Ehre zuteil geworden, deutsches -äähh, STOP- bayrisches Bier trinken zu dürfen), mit Au-Pair/Frauengesprächen ("Oh, neulich beim Bügeln, da hab ich aus dem einen T-Shirt die Falte einfach nicht rausgekriegt") , mit Faulheit ( "Ich bin so müde, gehn wir ins Bett?" "Och nee, ich will jetzt nicht aufstehen..." 4 Stunden später, d.h. am Samstag morgen um 4.30: "Gehn wir dann?" "Nur noch 5 Minuten...") oder schlicht und einfach mit einer crazy Nacht in Lausanne, in der ich endlich zu mir und zu meinem wahren Namen gefunden habe.
Sind die Wochen auch noch so anstrengend und nervenaufreibend, für die Wochenenden lohnt es sich, hier zu bleiben!! Obwohl meine beiden Wochenende in Freiburg natürlich auch unvergesslich bleiben werden, aber von teuflischen grünen Getränken, Rotweinflecken oder nächtlichen Spaziergängen werde ich nun nicht berichten, das überlasse ich, wenn es überhaupt
erwähnenswert ist, jemand anderem.
Jetzt genieße ich einfach nur die Stille, nachdem der Hund eine halbe Stunde lang in seinem eingezäunten Park gekläfft hat (irgendjemand muss ihn ja mal ans Alleine-Sein gewöhnen) und ich schon ernsthaft gedacht habe, dass ich jetzt sicher nen Hörsturz hab. Dem ist ja Gott sei Dank nicht so, denn wie sollte ich mir jetzt sonst meine YouTube-Setlist ansehen?!
In dem Sinne, es grüßt eine hochgestresste Frau, die jetzt wahnsinnig stolz auf sich ist, weil sie endlich diesen Blog wiederbelebt hat.
Je vous adore,
Edeltraut

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

HAAAAAAAAAAAAAALT!!!!!!!!!!
Ich arbeite wirklich!
Nur um das Mal klar zu stellen!
Ich bin jetzt seit 8,5h im Büro und kam noch nicht einmal dazu, ein Video zu aspicerenzen!
Okay. Die letzten Wochen waren nicht so hart, aber jetzt!
Bis bald!