Zu allererst entschuldige ich mich mal für mein langes Schweigen... aber zu meine Verteidigung muss ich sagen, dass ich die letzten Wochen, ja sogar Monate ein sehr vielbeschäftigter Mensch war. Angefangen bei einer Studienreise mit dem College, über Familientreffen in Deutschland, viel arbeit am College und zu guter letzt den beiden Aufnahmeprüfungen für die Ausbildung zur Goldschmiedin in Pfortzheim und Hanau.
Und davon will ich auch gleich weiter berichten. Nachdem ich in der Woche vor meinem Abflug zu den Prüfungen noch unglaublich viel Spaß dabei hatte meine Mappe endlich präsentierfertig zu bekommen bin ich dann Sonntagmorgens um acht Uhr ab zum Flughafen gefahren um Nachmittags um 15.30h in Freiburg anzukommen. Am morgen drauf habe ich den Zug um 5.55h nach Pfortzheim genommen, um dort an der Aufnahmeprüfung teilzunehmen. Mir persönlich hat das ganze Szenario nicht gefallen, es ging sehr unpersönlich ab und ich hätte mir doch wenigstens gewünscht mal einen Blick in die dortigen Werkstätten zu werfen.
Der Ablauf des Tests war folgendermaßen: 2h Dahtbiegen (drei Drähte nach Abbildung nachbiegen, natürlich so exakt wie möglich); halbe Stunde Pause; 2h bauen eines Flugobjektes aus Draht und Papier, inspiriert von Insekten, Flugzeugen und Vögeln. Anschließend das Objekt abzeichnen.
Anschließend durften wir wieder nach Hause gehen.
Ich bin dann anschließend nach Mannheim gefahren, um den Dienstag dort bei meiner Tante zu verbringen und dann am Mittwoch morgen um 6.30h den Zug nach Hanau, zur nächsten Aufnahmeprüfung zu nehmen.
Der Emfang dort war gleich sehr viel freundlicher, allerdings war deren Test aus sieben Kategorien aufgebaut. Darunter auch wieder Drahtbiegen (allerdings die selbe Anzahl an Drähten in einer halben Stunde), Augenmaß, Stillleben zeichnen, und und und...zuletzt dann sogar noch ein Matheteil...der jedoch zu schaffen war ;-)
Ausserdem musste man sich für die Prüfung in Hanau mit einer Mappe bewerben, die Teil des Auswahlverfahrens war.
Nach diesem Tag in Hanau kam ich abends um neun Uhr zuause an und bin nach all dem Schlafdefizit nur noch ins bett gefallen.
Anschließend habe ich noch eine Woche in Freiburg verbracht um dann am Dienstag Abend wieder zurück nach London zu fliegen. Meine einzige Sorge war nur, ob ich meinen letzten Zug nach Chesham bekommen würde, da ich erst um 22.00h in Stansted ankommen sollte und es mindestens eine Stunde braucht um von dort aus nach London reinzukommen. Es kam also ganz darauf an wie lange ich bei der Passkontrolle brauchen würde und wann das Gepäck ausgehändigt würde.
Ich hatte Glück! Um 22.25h war ich mitsamt Gepäck aus dem Flughafen draussen.
Da ich nun sogar noch genug Zeit hatte mit dem Bus nach London reinzufahren, direkt zur Baker Street statt mit dem Zug zur Liverpool Street, von wo aus ich auch erst einmalwieder zur Baker Street hätte kommen müssen, dachte ich ich spare zudem noch einen haufen Geld dabei und bekomme meinen Zug auch noch. Es lief auch alles soweit glatt, bis wir im Stau steckenblieben...für 25 Min....ich saß nur noch in diesem Bus und hab mir die Daumen gedrückt und mir gleichzeitig geschworen nie wieder so dumm zu sein und bei so etwas ans Geld zu denken...Aber zu guter letzt ist es noch gut gegangen und ich bin zehn Min. vor Abfahrt des Zuges an der Baker Street angekommen.
Somit kam ich um 1.30h endlich wieder zuhause an, und siehe da, ich hatte auch schon Post aus Hanau...mit dem Angebot auf einen Ausbildungsplatz!!! Das war sooo ein schönes Gefühl ;-)
Allerdings habe ich jetzt noch ein ganz großes Problem...ich kann mich nicht entscheiden ob hier hier in England bleiben will, oder ob ich zurückgehen soll um die Ausbildung in Hanau zu machen...
Aber jetzt werde ich ersteinmal noch die Interviews hier in England abwarten und wer weiß...vielleicht wird ja auch für mich entschieden...
Heute habe ich dann auch die Rückmeldung aus Pfortzheim bekommen, mit einer Absage...aber das macht nichts! Dort wollte ich sowiso nicht hin ;-)
Soweit so gut, ich habe jetzt ersteinmal noch 1 1/2 Wochen Ferien und verbringe diese damit Essays zu schreiben und nach Stipendien zu recherchieren...denn sollte ich hier bleiben, will das Studium natürlich auch finanziert werden...
Bis bald!
Lg, Franzi
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